Eure Use-Case-Sammlung aus Strategy, Kreation, Marketing und Analysis hat einen gemeinsamen Nenner: den Context Layer. Dieses Konzept macht daraus eine Architektur mit einem zentralen Company Brain über alle PeakDiver-Daten, sortiert die Ideen in Wellen und schlägt einen bewusst kleinen Start vor: ein Pilot-Kunde, zwei Use Cases, 90 Tage, messbares Ergebnis.
Die Grundidee aus eurer Mail trägt das ganze Konzept: Daten Sinn geben und für Kunden nutzbar machen. Hier die Sammlung, unverändert, nur gruppiert. Markiert ist, was aus unserer Sicht in den kleinen Start gehört.
Der Context Layer ist kein Feature pro Use Case, sondern ein System aus drei Ebenen: ein zentrales Company Brain, in dem alle PeakDiver-Daten über alle Kunden zusammenlaufen. Daraus fließen ausschließlich anonymisierte Ergebnisse in die einzelnen Customer Brains. Die 20 Use Cases sind Ausgaben dieser Architektur.
Sortiert nach drei Fragen: Liegen die Daten heute schon vor? Ist der Nutzen messbar? Wie hoch ist das Risiko, Vertrauen zu verspielen? Nichts wird verworfen, alles bekommt seinen Platz.
| Welle | Use Cases | Warum hier |
|---|---|---|
| Welle 1 Monat 1-3 der kleine Start |
Automatisierte Reports im Kunden-CI (Write-ups) Sales- und Sponsorship-Deck-Entwürfe |
Beide laufen heute manuell und kosten messbar Zeit (die Monats-Insights allein ~2 Std. pro Kunde). PeakDiver-Daten und PDF-Export existieren. Partner-Sales ist laut Lukas die Cash-Flow-Priorität. Erfolg ist in Stunden und Stückzahlen messbar. |
| Welle 2 Monat 4-6 |
PeakDiver Copilot (Chat) · Competitor Intelligence · Sponsorship Matching · Content Inspiration als Wissensbasis · Content Ideation · Editorial Copilot · Sentiment-Analyse | Alles Aufsätze auf die fertige Architektur. Der Copilot kommt bewusst NACH dem Fundament: eure bisherigen Chat-Tests haben enttäuscht, weil der Kontext fehlte, nicht weil Chat falsch ist. Mit Company Brain und Customer Brain darunter wird er ein anderes Produkt. |
| Welle 3 ab Monat 7 |
Content Creation (Bild, Video, Ton im Kunden-CI) · Highlight Detection · Smart Asset Search · Creator Matching · Scenario Planning · Mustererkennung und Anomaly Detection in Breite · Ticketing- und Fanshop-Daten anbinden | Braucht entweder teure Modelle (Video), neue Datenquellen (Ticketing, Fanshop) oder den gewachsenen zentralen Datenpool. Lohnt sich erst, wenn Welle 1 und 2 Nutzung bewiesen haben. |
| Beobachten kein Bau-Auftrag |
KI-Personas · World Models | Spannend, aber Forschungsstand. Wir halten sie auf dem Radar und bauen sie nicht, solange Ergebnisse nicht belastbar sind. Ehrlichkeit hier schützt das Vertrauen in den Rest. |
Klein heißt: ein Pilot-Kunde mit guter Datenlage und aktiver Sponsoring-Abteilung, genau zwei Ausgaben, ein Ausstiegstor am Ende. Das Company Brain wird dabei schmal mitgebaut, nicht als Vorab-Großprojekt.
Gemeinsamer Workshop: Use Cases final scoren, Pilot-Kunden festlegen, Erfolgsmaße definieren. Parallel: Demo-Account und Datenzugriff, CI-Templates des Pilot-Kunden einsammeln, Grundgerüst von Company Brain und erstem Customer Brain aufsetzen.
Beide Agenten auf echten Pilot-Daten, Ausgaben im Kunden-CI. QA-Schleife mit dem Team, das die Reports heute von Hand baut: jede Ausgabe wird von einem Menschen geprüft, bevor sie rausgeht. Parallel: Vertragscheck für die Netzwerk-Benchmarks.
Der Pilot läuft im Alltag. Gemessen wird: Zeit pro Report und Deck (vorher gegen nachher), Stückzahl, Qualitätsurteil des Teams. Danach ehrliche Entscheidung am Ausstiegstor: Welle 2 ja oder nein.
Auch die Zusammenarbeit startet klein: erst ein Workshop, dann entscheiden wir gemeinsam über die Pilot-Begleitung. Kein Rahmenvertrag nötig, bevor der Wert sichtbar ist.
Nico/HIL: diesen Vorschlag mit euch schärfen, den Workshop moderieren (ein Tag in Köln oder remote), Zielbild und Architektur von Company Brain und Customer Brains festziehen.
Athletia: Lukas, Johannes, Flo und Dev-Perspektive an einen Tisch, Demo-Account bereitstellen.
Nico/HIL: Architektur und Agenten bauen, gemeinsam mit eurem Entwickler statt an ihm vorbei. Tageweise, Größenordnung 1-2 Tage pro Woche über die 90 Tage.
Athletia: ein Produktverantwortlicher (ca. 1 Tag pro Woche), Dev-Zeit, das Report-Team für die QA-Schleife.
Nico/HIL: Team-Schulung nach HIL-Academy-Muster, damit Welle 2 zunehmend von euch selbst getragen wird. Ausbau nur, wenn die Messung es trägt.
Athletia: Entscheidung am Ausstiegstor auf Basis der Zahlen, nicht auf Basis von Begeisterung.